Peter Schaar

Überwachung total

Wie wir in Zukunft unsere Daten schützen. Die Expertenmeinung zur aktuellen Debatte
Cover: Überwachung total
Aufbau Verlag, Berlin 2014
ISBN 9783351032951
Gebunden, 301 Seiten, 17,99 EUR

Klappentext

Das Internet, entstanden als Plattform für den ungehinderten Informationsaustausch und als Forum freier Meinungsbildung, degeneriert zunehmend zu einem globalen Überwachungsnetz, wobei sich die verschiedenen staatlichen Akteure um die lohnendsten Fischgründe streiten. Peter Schaar zeigt auf, dass es ohne Datenschutz keine Meinungsfreiheit gibt und wie der Ausstieg aus der globalen Überwachungsspirale gelingen kann. Edward Snowden war nur der Bote: Geheimdienste haben seit den Terroranschlägen von 2001 das Internet so umfassend unterwandert, dass selbst Verschwörungstheoretiker erblassen. Weltweit wird alles durchgerastert, was das digitale Netz hergibt. Im Visier stehen nicht nur Terroristen oder Kriminelle, sondern wir alle. Im Blickfeld der Datenfischer stehen persönliche Informationen, Staats-, Betriebs- und Geschäftsgeheimnisse je mehr desto besser. Das Sicherheitsversprechen der westlichen Welt droht in ein totalüberwachtes Internet zu führen. Peter Schaar zeigt auf, dass dieser Prozess nur durch radikales Umsteuern gestoppt werden kann, denn ohne den umfassenden Schutz unserer Daten gibt es keine Demokratie im Informationszeitalter.

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 25.07.2014

Das meiste, was Peter Schaar in seinem Buch "Überwachung Total" über (mangelnden) Datenschutz schreibt, hat Uwe Ebbinghaus schon andernorts gelesen, leider hat er auch einiges wiedergefunden, was seit einiger Zeit überholt ist, bedauert der Rezensent. Auch rechnet er Schaar dessen Quellentransparenz zwar hoch an, bei genauerer Betrachtung der Fußnoten fällt ihm allerdings auf, dass der Autor sich hauptsächlich auf Pressebeiträge beruft. Es entsteht das Bild einer "gut formulierten Presseschau", die ihr Gewicht hauptsächlich dem Renommee des Autors verdanken dürfte, so Ebbinghaus. Großartig gelungen findet der Rezensent dann aber Schaars Ausführungen über die politischen Reaktionen auf die Snowden-Enthüllungen, pointiert und gnadenlos, freut sich Ebbinghaus.
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