Als Max Schrems von Facebook alle über ihn vorliegenden Daten verlangte, bekam er 1.200 A4-Seiten, darunter viele von ihm gelöscht geglaubte. Mit seinem Verfahren gegen Facebook wurde er zum international beachteten David, der gegen die Goliaths des Internet antritt. Er erklärte den Datenwahnsinn so einfach wie Jamie Oliver das Kochen: Wie Konzerne ihre Kunden durchleuchten, auch ohne dass die ihre Daten angeben. Wie aus harmlosen Daten neue, hoch persönliche Informationen oder sogar unsere zukünftigen Gedanken hochgerechnet werden. Wie sich die IT-Wirtschaft mit ihren politischen Lobbyisten die Möglichkeiten dafür schafft. Wie sie alle, denen das nicht passt, so lange mit leeren Floskeln einlullen, bis sie überzeugt sind oder entnervt aufgeben. Wie die Behörden und Staaten dem machtlos gegenüber stehen und wie uns das im täglichen Leben betrifft.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 05.06.2014
Als echten Wurf zur rechten Zeit bezeichnet Uwe Ebbinghaus das Buch von Max Schrems. Als Leser stellt sich der Rezensent vor allem viele junge Internetnutzer vor, die hier lernen können, dass sich Großkonzerne und Supercomputer auch ohne technische Detailkenntnisse durchschauen lassen. Wird das Ganze so informativ wie humorvoll präsentiert wie von Schrems, ahnt Ebbinghaus allerdings auch, dass jeder Netznutzer aus der Lektüre prinzipiell etwas über seine Rechte lernen kann und der Mythos der digitalen Welt gehörig zusammenschrumpft. Der Autor, erfahren wir, verfügt nicht nur über ein intelligentes Erzähltalent, sondern auch über jede Menge Erfahrung mit der Datenkrake Facebook und der IT-Industrie im Allgemeinen.
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