Herausgegeben von Roswitha Schieb u.a.. Mit etwa 460 Abbildungen. Peter Stein, einer der bedeutendsten deutschen Theaterregisseure, macht das Unmögliche möglich ? auf der EXPO 2000 in Hannover inszeniert er auf zwei Bühnen mit 35 Schauspielern ca.21 Stunden Sprechtheater. Mit den heutigen technischen Möglichkeiten können erstmals jene Vorschläge umgesetzt werden, die Goethe zur Realisierung seines Stücks gemacht hat: Arena- und Prozessionstheater, simultane Spielsituationen und wanderndes Publikum. Das Programmbuch zu dieser spektakulären Faust-Inszenierung ist in großer Nähe zur Probenarbeit entstanden. Einen Blick hinter die Kulissen bietet das umfangreiche Probentagebuch. Dieses wird gerahmt von einem ausführlichen Programmteil mit Bühnenbild- und Kostümskizzen, zahlreichen Aufführungsfotos sowie Faust-Illustrationen aus der Goethezeit. Den Abschluss bildet eine Sammlung wissenschaftlicher Beiträge, in denen sowohl renommierte als auch jüngere Goetheforscher verschiedene Facetten des Faust sowie dessen ungebrochene Aktualität beleuchten.
Rezensionsnotiz zu
Neue Zürcher Zeitung, 24.02.2001
Das Sendungsbewusstsein des Buches hat den Rezensenten nicht gestört. Auch nicht der auffallende Versuch, die Aufführung Steins "als neuen strahlenden Stern in den `Faust`-Kosmos einzubringen". Vielleicht liegt das an dem von "cfk" hervorgehobenen Balanceakt des Projektes, das hier dokumentiert wird: zwischen höchstem Anspruch an das Theater einerseits, einer akribischen Forschungsarbeit am Text und einer "geradezu unterwürfigen Bescheidenheit gegenüber dem Dichter" andererseits. Oder es ist die Konzeption des Bandes selbst, einem Dossier aus Probentagebuch, Analysen und Meinungen zu Goethes Dichtung auf dem heutigen Stand der Forschung und optischen Eindrücken in Form von "vorbildlich reproduzierten Bühnenbild- und Kostümentwürfen".
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