Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 03.01.2001
Wenigen ist bekannt, dass Erich Kästner trotz des Publikationsverbots und der Verbrennung seiner Bücher zwischen 1933 und 1945 unter verschiedenen Pseudonymen Theaterstücke und Drehbücher für deutsche Theater und den deutschen Film schrieb. Der Rezensent Hermann Kurzke hält daher Stefan Neuhaus` Band über dieses eher dunkle Kapitel im Leben des berühmten Schriftstellers für einen wichtigen Beitrag zur Kästner-Forschung. Doch Kurzke vermisst die kritische Distanz des Autors zum Schriftsteller. Kästner selbst hatte diesen Teil seiner Werke bewusst verschwiegen - auch aus qualitativen Gründen. Neuhaus hingegen wolle, so der Rezensent, einen Kästner präsentieren, den man bedenkenlos in eine Reihe mit den übrigen Texten des Schriftstellers stellen könne. Und das sieht der Rezensent ganz anders. Diese klischeebehafteten, den Nationalsozialisten durchaus gefälligen Boulevardstücke und Verwechslungskomödien hätte auch er besser der Nachwelt vorenthalten.
Julian Barnes: Abschied(e) Aus dem Englischen von Gertraude Krueger. Julian Barnes wird im Januar 2026 achtzig Jahre alt. Er weiß, dass die längste Zeit seines Lebens hinter ihm liegt, und er möchte… Elias Hirschl: Schleifen Franziska Denk wächst im Umfeld des Wiener Kreises auf und leidet als Kind an einer seltsamen Krankheit: Jedes Symptom, von dem sie hört oder liest, bekommt sie sofort. In… Dorothee Elmiger: Die Holländerinnen Mit blinkenden Warnlichtern fährt die Erzählerin, eine namenlose Schriftstellerin, an den Straßenrand, als ein unerwarteter Anruf sie erreicht. Am Apparat ist ein gefeierter… Leila Slimani: Trag das Feuer weiter Aus dem Französischen von Amelie Thoma. Mia, erfolgreiche Schriftstellerin in Paris, kämpft mit "brain fog", einem Gehirnnebel, der ihre Erinnerungen und ihre Arbeit beeinträchtigt.…