Martin Heidegger ist einer der wichtigsten Philosophen des 20. Jahrhunderts, aber auch einer der umstrittensten. Nachdem die Publikation der 'Schwarzen Hefte' seinen Antisemitismus offengelegt hat, schien Heidegger philosophisch erledigt zu sein. Doch so einfach kommen wir von seinem Denken nicht los.
Peter Trawny tritt in kurzen Fragmenten in einen Dialog mit diesem Denker, ringt mit ihm, befragt ihn, beleuchtet sein widersprüchliches Leben, weicht keinem Konflikt aus und sondiert, was Heidegger ihm, was Heidegger uns heute noch sagen kann.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 16.01.2019
Rezensent Dieter Thomä lächelt milde über Peter Tawnys Zwischenbilanz seiner lebenslangen Affäre mit Martin Heidegger. Dass der Autor seine Enttäuschung über Heideggers NS-Sympathien mit einer schwungvollen, laut Thomä mal inspiriend, mal kitschig vorgetragenen Vorstellung von Heideggers Denken und Leben als Performanz beantwortet, geht für ihn noch an. Schwierig findet er Tawnys Relativierung von Heideggers Juden-Hetze als "moralische" Vorhaltung. Und wenn der Autor sich als Rebell darstellt, der gegen einen politisch aktiven Wissenschaftsbetrieb wettert, scheint sich der Rezensent ein wenig für ihn zu schämen.
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 26.10.2018
Nur sehr kurz geht Thomas Meyer auf diesen Band ein, den er zusammen mit einem neuen Band der "Schwarzen Hefte" bespricht, die Peter Trawny im Rahmen der Heidegger-Ausgabe betreut. Er lobt das "freimütig Assoziative" des Bandes und zugleich die Präzision gerade im Assoziativen. Zum Glück, so Meyer, sei der Band auch selbstkritisch: Offenbar revidiert Tawny einige Aspekte seiner ersten Reaktionen auf die skandalumwitterten "Schwarzen Hefte". Insgesamt, so Meyer, liefert der Band einen ersten Schritt zu einer umfassenderen Biografie.
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