Peter Turrini

Ein irrer Traum

Lesebuch 1
Cover: Ein irrer Traum
Luchterhand Literaturverlag, München 1999
ISBN 9783630870434
Gebunden, 407 Seiten, 24,54 EUR

Klappentext

Stücke und Gedichte 1967-1980: Rozznjogd/Rattenjagd, Sauschlachten, Kindsmord, Der tollste Tag, Die Wirtin, Ein Paar Schritte zurück.

Rezensionsnotiz zu Neue Zürcher Zeitung, 16.05.2000

In einer Sammelrezension bespricht Franz Haas drei Lesebücher von Turrini: "Ein irrer Traum", "Das Gegenteil ist wahr" und "Zu Hause bin ich nur hier: am Theater". Dabei lobt Haas zunächst die Zusammenstellung der Texte durch die Herausgeber, da durch diese ein hervorragender Einblick in Turrinis "Arbeit als Theaterautor, Dichter und politischer Zwischenrufer" gegeben werde. Inhaltlich bewertet Haas die Texte äußerst unterschiedlich. So begeistert er sich zwar für Turrinis frühe Gedichte, anderes findet er wenig "schmeichelhaft" für den Autoren. Beeindruckend sei aber immer Turrinis Streitbarkeit, sein Engagement für Kunst und Gerechtigkeit. Gerade die Begleittexte, in denen der Autor über "das eigene Kreuz mit Sex, Kunst und Politik" bis hin zu seinem Übergewicht plaudert, findet der Rezensent an dieser Ausgabe besonders "gelungen".

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 30.11.1999

Da hat man den "Erneuerer des sozialen Dramas" einigermaßen komplett. Sibylle Wirsing bespricht alle drei Lesebücher von Turrini - "Ein irrer Traum" (Lesebuch 1), "Das Gegenteil ist wahr" (Lesebuch 2), "Zu Hause bin ich nur hier: am Theater" (Lesebuch 3) - und nutzt ihre Kritik, um Turrinis Weg und Wirkung noch einmal zu skizzieren, und ihn in die österreichische Theaterlandschaft einzuordnen. Wie sehr er Claus Peymann am Burgtheater vermisst, zeigt Wirsing dabei schon durch den Titel des letzten hier aufgenommen Stücks: "Tod, Auferstehung und Verklärung des Claus Peymann". Mit Sympathie schildert Wirsing Turrinis nie ermüdende Solidarität mit den Randständigen und Ausgebeuteten der österreichischen Gesellschaft. Dass Turrini dabei an einem klassischen Linkssein festhält und sich mit dem Kommunismus nicht auseinandersetzen will, stört Wirsing nicht - denn zum Glück siege bei Turrini dann doch die Liebe zum Theater über die Ideologie.

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