Ernst Jandl

Ernst Jandl: Werke in sechs Bänden

Cover: Ernst Jandl: Werke in sechs Bänden
Luchterhand Literaturverlag, München 2016
ISBN 9783630900032
Gebunden, 3712 Seiten, 99,00 EUR

Klappentext

Kassette mit 6 Bänden. Sämtliche Gedichte, dazu die Prosa, die Theaterstücke und Hörspiele und das essayistische Werk sowie die Frankfurter Poetik-Vorlesungen: das Gesamtwerk von Ernst Jandl wird mit dieser Ausgabe wieder zugänglich. Es ist eine Leseausgabe, die im Geschenkschuber oder in Einzelbänden erhältlich ist.
Das Interesse an Ernst Jandls Werk ist ungebrochen. Immer neue Generationen von Lesern finden Gefallen an "ottos mops" der unerschrocken durch einen Kosmos aus lauter "Os" hopst, oder an dem ungleich ernsteren Gedicht "schtzngrmm", bei dem am Ende Tote in den lautlich nachgebildeten Schützengräben zurückgelassen werden. Diesem auch nach dem Tod Ernst Jandls im Jahr 2000 lebhaft gebliebenen Interesse an seinem Werk trägt diese Ausgabe Rechnung.

Rezensionsnotiz zu Die Welt, 02.07.2016

Paul Jandl liest seinen Nachnamensvetter Ernst Jandl in der neuen sechsbändigen Gesamtausgabe noch einmal mit neuen Augen. Neben vielem, das er kennt, habe er auch bisher Unveröffentlichtes gefunden,  gerade die Zusammenhänge und Widersprüche in Jandls Werk werden naturgemäß in der Zusammenschau deutlicher, erklärt der Rezensent. Einerseits wird Jandl als Zotenreißer und schwarzsehender Spaßvogel erkennbar, aber eben auch als Pedant, als "Listenschreiber und Genaunehmer", beschreibt Paul Jandl den ernsten Spaß Ernst Jandls, den er mit Freude immer wieder zitiert: "großteils die scheißmaschine steckt in dir / du wunder mensch, verwundetes mirakel".

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 01.06.2016

Sprachschätze für ein ganzes Lektüreleben entdeckt Rezensentin Beate Tröger in Ernst Jandls Werken, nun vorliegend in sechs Bänden und außer dem poetischen nun auch das Hörspiel-, Dramen- und Essaywerk sowie das unpublizierte Werk immerhin zu einem ersten Teil umfassend, wie Tröger erklärt. Den unverkennbaren Ton, das Spiel aus Formstrenge und Freiheit und den melancholischen, kritischen Blick des Autors kann Tröger nahezu an jeder Stelle erkennen in der chronologisch geordneten Abfolge der Texte. Das Register findet sie instruktiv. Und eine schärfere Perspektive auf Jandls Reflexionen auf sein Schreiben gewinnt sie auch.
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