"Liebe Itta deine Briefe sind mir schon zu etwas ganz Unentbehrlichem geworden und jeden Tag, wenn ich in den Briefkasten vorm Haus sehe, tue ichs mit dem Gedanken: ob wohl von dir etwas dabei ist", schrieb der 24-jährige Peter Weiss im Frühjahr 1941 an Henriette Itta Blumenthal. Ihr Briefwechsel erstreckt sich über zwei Jahre, von April 1941 bis Mai 1943; die Briefe sind das Zeugnis einer kurzen, aber intensiven und intimen. Freundschaft und Selbstoffenbarung und markieren den Anfang einer Seelenforschung, die Peter Weiss über zwei Psychoanalysen schließlich zur Niederschrift seiner autobiografisch inspirierten Romane führt.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 01.12.2011
Christian Schärf lobt die Edition der Briefe von Peter Weiss an Henriette Itta Blumenthal für ihre Vollständigkeit und ihren "vorbildlichen" Kommentar. Anhand der Briefe des jungen, als Künstler zunächst gescheiterten Weiss' lässt sich nicht nur die tiefe Krise ablesen, in der er sich zwischen 1941 und 43 befand. Er dokumentiert auch die schwierige Ablösung von seinen Eltern und zeigt, dass sich der Autor in dieser platonischen Freundschaft offensichtlich zum ersten Mal vollständig öffnet und jemandem anvertraut, meint der Rezensent. Damit kommt diesem Band eine werkbiografische Bedeutung zu, die auch den Laien seinen problematischen Werdegang als Schriftsteller nachvollziehen lässt, so Schärf angetan.
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