Parasitenpresse, Köln 2026
ISBN
9783988050755 Taschenbuch, 142 Seiten, 15,00
EUR
Klappentext
'Ausgebrannt' ist die Erzählung eines Fahrrad-Kuriers, der sich täglich einen Weg durch den Wahnsinn des Straßenverkehrs bahnt, um den Kunden pünktlich das Essen zu liefern. Er kurvt um Hindernisse, duckt sich unter Beschimpfungen weg, teilt selbst welche aus und denkt ständig über die Welt nach. Im Bürgerkrieg der Straße führt er einen unversöhnlichen Kampf für seine Idee von Gerechtigkeit und greift zu immer extremeren Mitteln. 'Ausgebrannt' ist auch ein Text über Ungerechtigkeit, nicht nur auf der Straße, sondern auch in der Arbeitswelt. Über die ungerechte Verteilung von Reichtum und Macht in unserer Gesellschaft. Zugleich ist 'Ausgebrannt' ein Pamphlet und klagt die Fetischisierung des Autos als Symbol für Fortschritt, Unabhängigkeit, Macht und die Privatisierung der Welt an. Alle Autos sind nämlich allegorisch.
Rezensionsnotiz zu
Deutschlandfunk Kultur, 21.04.2026
Ein "quicklebendiges und radikales" Buch hat Olga Hochweis hier vor sich. Es geht um den Fahrradkurier, auch der namenlose Ich-Erzähler, der auf der Straße tagtäglich mit rücksichtslosen AutofahrerInnen zu tun hat und sich in seinen Hass immer weiter hineinsteigert mit "buchstäblich explosivem Finale", wie der Kritiker verrät. Die beschriebenen Autofahrer-Charaktere sind mit Lust an der Satire gezeichnet, untermalt von den Beobachtungen des Kuriers, der unter anderem konstatiert: je dicker das Auto, desto größer das Ego. Sowohl "soziologische, politische als auch kulturgesellschaftliche Erkenntnisse" packt Petr Šesták in diesen "Stilhybrid", darunter viele kluge Beobachtungen zur "Fetischisierung" des Autos oder zu seiner Vermarktung. "Atemlos" liest sich dieser Bewusstseinsstrom, so Hochweis, parallel zum Hetzen des Fahrradkuriers, der während des Fahrens auch an seine Kindheit zurückdenkt. All das wurde von Christina Frankenberg mit Gespür für die Alltagssprache ins Deutsche übertragen, schließt die überzeugte Kritikerin.
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