Philipp Bloms Analyse der gegenwärtigen UmbrücheWir leben in der besten aller Welten: Nie zuvor gab es so lange Frieden bei uns, nie waren wir so reich, so sicher. Diese Geschichten erzählen wir uns selbst. Was aber, wenn sie nicht der Wirklichkeit entsprechen? Wenn die Demokratien bröckeln, der Hass zwischen den sozialen Gruppen wächst, das Wirtschaftswachstum stagniert, die Gefahr einer Klimakatastrophe steigt? In seinem großen Essay zeigt Philipp Blom, wie es möglich ist, dass der Westen nicht trotz, sondern wegen Frieden und Wohlstand in einer Krise steckt. Nichts in unserer Vergangenheit hat uns darauf vorbereitet. Die Zeichen stehen auf Sturm, und der Kampf um die Zukunft wird auch ein Kampf der Geschichten sein, vor aller Augen, auf der Bühne des Welttheaters.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Rundschau, 10.06.2020
Rezensent Arno Widmann entdeckt viel Ironie in dem Buch von Philipp Blom. Meisterhaft findet er, wie der Autor die großen Kränkungen der Menschheit von Galileis Erkenntnissen bis Freuds Vorstellung vom Eigenleben des Bewusstseins auflistet, brav sachbuchmäßig Zahlen und Fakten (zur Plastikvermüllung und zum CO2-Ausstoß) liefert, aber eben nicht nur. Der Clou liegt für Widmann offenbar darin, dass Blom auch 4000 Jahre alte Texte bemüht, die den Leser denkend abschweifen lassen und zum Meditieren anregen.
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