Rassismus, Fanatismus, Demokratiefeindlichkeit - es gibt reichlich und dringend Anlass, zu handeln. Doch viele meinen, nichts ausrichten zu können. Dabei kann jeder und jede etwas bewirken: Man kann gegen Rechtsradikalismus vorgehen. Man kann für den Klimaschutz kämpfen. Man kann die europäische Außenmauer einreißen. Man kann die Kinder in Syrien retten. WIR können das! Philipp Ruch zeigt, wie wir zum Glauben an die eigene Wirksamkeit zurückfinden, wie wir den Kampf ums Ganze auf den eigenen Alltag herunterbrechen können und welche konkreten Mittel in diesem Kampf tatsächlich die besten und wirkungsvollsten sind. Ein Buch gegen Unmenschlichkeit, Gleichgültigkeit, Ohnmacht und Entpolitisierung - ein leidenschaftlicher Aufruf zum Handeln!
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 29.08.2019
So richtig gerne gelesen haben Rezensenten schon das vorige Buch von Ruch nicht und Johan Schloemann macht auch mit diesem keine Ausnahme. Er spricht von "190 Seiten atemloser Appell-Prosa", deren aufschäumender Chaotik - so sieht man sie jedenfalls vor sich - der Rezensent ordentlich die Leviten liest. Er zählt die Schwachstellen des Autors auf, seine Tendenz zur "Selbstheroisierung", seine Anfälligkeit für Verschwörungstheorien, seine inszenatorische Übertreibung der Gefahr einer AfD-Machtergreifung und schließlich der Warnung vor Talkshows, als wären sie Goebbelspropaganda. Der Rezensent ist darüber weniger verärgert als "traurig". Denn all dies verweise auf die tatsächliche Hilflosigkeit des Ruch'schen Aufrufs zu Taten, wie etwa Steuerverweigerung und das Besetzen von Nachrichtensendern. Dass Ruch zudem nicht nur von militanten Rechten angegriffen wird, sondern auch von einem thüringischen Staatsanwaltschaft, empört den Rezensenten und macht ihn beinahe noch ratloser.
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