Aus dem Norwegischen, Dänischen und Englischen von Karoline Hippe. Nur die Wahrheit und eindeutige Fakten stehen in einer herkömmlichen Enzyklopädie. Dort findet man geprüftes Wissen, an dem es nichts zu rütteln gibt. Ganz anders Weltwissen für Analogdenker. Seine Beiträge sollen Gedanken nicht beenden, sondern anregen und befeuern. Literaten, Musiker und Künstler haben Artikel verfasst, die die Gabe haben, eine Definition auf den Kopf zu stellen, aus einem neuen Winkel zu betrachten und Verwunderung, Begeisterung oder Ablehnung zu erzeugen. Ob Mumie, Jazz oder Selfie, die Begriffsdefinition begnügt sich nicht mit Fakten, sondern eröffnet eine neue Welt; schöner als jede Realität.
Rezensionsnotiz zu
Neue Zürcher Zeitung, 31.05.2019
Peter Urban-Halle hat Spaß mit dem von Pil Cappelen Smith herausgegebenen Band. Die 2014 und 2016 im norwegischen Original erschienene nicht ganz ernst zu nehmende Version eines Konversationslexikons lehrt den Rezensenten anhand von Beiträgen von Tore Renberg, Johan Harstad oder der dänischen Autorin Kristina Stoltz, was wirklich unter "Bankenkrise" oder "Hip Hop" zu verstehen ist - alles streng subjektiv und laut Rezensent doll pfiffig, weil keiner der Beiträger seinem Denken Grenzen setzt. Gerade das leichte Missverstehen eines Begriffes führt laut Urban-Halle hier oft zur Erkenntnis oder jedenfalls zum Schmunzeln.
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