Aus dem Amerikanischen von Susanne Hornfeck. Kommissar Chens zweiter Fall: Zusammen mit einer attraktiven amerikanischen Kollegin ist der dichtende chinesische Kommissar einem Triadenmord und einer verschwundenen schwangeren Frau auf der Spur. Welches Schicksal hatte diese junge Frau, die während der Kulturrevolution zur Umerziehung aufs Land geschickt wurde? Das Rätsel um die männliche Leiche im weißen Seidenpyjama und die verschollene frühere Rotgardistin, deren Mann in New York als Kronzeuge vor Gericht steht, entführt den Leser von Qius Roman in die spannungsgeladene Welt des neuen China. Ein Muss für alle Krimi-Fans, denn "mit Qiu Xiaolong beginnt die moderne chinesische Kriminalliteratur".
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 12.10.2004
Kristina Maidt-Zinke sieht mit diesem zweiten Roman all ihre hohen Erwartungen erfüllt, die der in den USA lebende Exilchinese Qiu Xiaolong mit seinem Debüt bei ihr geweckt hatte. Wieder führt der sehr sympathische, auch dichtende "Edelpolizist" Chen Cao die Leser auf den Spuren eines Triadenmords durch die chinesische Umbruchsgesellschaft. Dabei interessiert Maidt-Zinke weniger der Plot - den hält sie nicht für allzu raffiniert -, sondern vielmehr, was Xiaolong aus der politischen, kulturellen und menschlichen Sphäre des neuen China zu erzählen weiß: Das Land ist ein Sumpf, in dem selbst die besseren Polizisten mit der Mafia Schlangengalle in Karaokebars trinken! Doch an dem einen oder anderen See findet sich auch ein Teehaus, "in dem ein Polizist einer Polizistin Gedichte vorträgt, während die Sonne über einer Brücke im Stil der Ming-Zeit untergeht". Und als "weibliche Leserin" hat Maidt-Zinke nach eigenem Bekunden auch die "flüchtig hingetuschte Liebesverstrickungen" des Inspektors mit besonderer Anteilnahme verfolgt.
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