Zweisprachig. Aus dem Serbischen ausgewählt und übertragen von Mirjana und Klaus Wittmann. Mit schockierender Direktheit artikuliert Radmila Lazic Dinge, über die man gewöhnlich schweigt, und gilt als "die einzige Katze in der serbischen Poesie, die kratzen kann". Unerschrocken nennt sie die Dinge beim Namen, schwimmt gegen den Strom und bricht Tabus, wobei sie sich nicht scheut, im patriarchalischen Serbien über die Wünsche, Bedürfnisse und Begierden der Frauen zu sprechen. Es ist ein völlig neuer Ton, den Radmila Lazic in die Lyrik einbringt, zumal diese Gedichte eine direkte, alltägliche und dennoch poetische Sprache sprechen. International bekannt wurde die serbische Dichterin Radmila Lazic dank der Übersetzung durch Charles Simic. Die vorliegende Ausgabe stellt sie nun erstmals den deutschsprachigen Lesern vor.
Rezensionsnotiz zu
Neue Zürcher Zeitung, 30.04.2011
Inmitten schlimmster nationalistischer Verblendung behielt die serbische Dichterin Radmila Lazic ihren kühlen Verstand und hielt ihre Kritik am Macho-Gehabe der Männer des Landes tapfer aufrecht. Dafür sei sie zu loben und für ihre Gedichte ist sie es, wie Rezensentin Ilma Rakusa feststellt, erst recht. "Litaneihaft" seien diese Verse oft, variantenreich freilich die eingesetzten Töne, von "Selbstironie" bis zum bissigen Aphorismus reicht das Repertoire. Vielleicht komme das Vorsichtige und Stille ein wenig zu kurz, räumt Rakusa ein, die dennoch eine dringende Empfehlung ausspricht und auch die deutsche Übersetzung durch Mirjana und Klaus Wittmann als "souverän" lobt.
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