Aus dem Urdu von Almuth Degener. Ein junger Mann zieht in die Großstadt Mumbai, ergreift einen Beruf, verliebt sich. Eine simple Geschichte, aber ein Roman randvoll mit Spannung und Fantasie, mit Sozialkritik, Philosophie und Poesie. Die Vielfalt der muslimischen Gemeinschaft Indiens, die persönlichen und sozialen Probleme der jungen Generation, religiöse und sexuelle Spannungen, all das ist Thema dieser Geschichte, die von einem jungen Liebespaar ebenso handelt wie von Mumbai, einer Stadt der Chancen wie auch einer Stadt des Elends.
Rezensentin Diya Kohli porträtiert den indischen Schriftsteller Rahman Abbas, der immer wieder zwischen die Fronten von hinduistischen und muslimischen Fundamentalisten gerät. Denn Abbas schreibt auf Urdu, der Sprache der muslimischen Inder, und wie Kohli erzählt, betont er immer wieder, dass es auch "die Sprache der Liebe" sei. Sein erster Roman hat Abbas eine Anklage wegen Obszönität eingebracht, wogegen er zehn Jahre lang kämpfen musste. Über seinen neuen Roman "Die Stadt, das Meer, die Liebe" verrät Kohli so viel: Er spielt in Mumbai im Jahr 2005, als sintflutartige Regenfälle die Stadt überschwemmten und mehr als Tausend Menschen ums Leben kamen. In Manier des magischen Realismus und überreicher Sprache verbinde Abbas dabei die Lebensgeschichten von Menschen und die Mythen der Götter, erklärt Kohli, deren engagiertes Porträt man als nachdrückliche Empfehlung dieses Autors liest.
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