Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Rundschau, 14.03.2001
Endlich mal Bücher über das Mittelalter, die nicht nur die gängigen Klischees bedienen, bemerkt Heike Byn dankbar bei der Besprechung von diesen zwei Jugendromanen. 1.) Rainer Gussek: "Der Fluch des Barden" Dieses Buch begeistert die Rezensentin, die bereits die Krimi-Hörspiele des Autors schätzen gelernt hat und von denen das erste jetzt als Buch vorliegt. Sie lobt den Kinder-Krimi als "kurzweilig, spannend und witzig" und findet es deshalb auch nicht weiter schlimm, dass er auch einige "Ungereimtheiten" enthält. Besonders preist sie aber den Autor dafür, dass er durch seine Geschichte den jungen Lesern den mittelalterlichen Alltag näher bringt und zusätzlich mit einen Stadtplan, "detailgetreue Illustrationen und einem Glossar" mit schwieriger Begriffen und historischen Personen interessantes Wissen vermittelt. 2.) Marianne Curley: "Im Kreis des Feuers" Auch von diesem Buch, dass zunächst im heutigen Australien spielt und dann von einer Zeitreise ins Mittelalter berichtet, ist die Rezensentin sehr angetan. Besonders, dass die Geschichte aus zwei Perspektiven erzählt wird, findet sie gelungen, denn das gibt ihr ihrer Ansicht nach "mehr Profil" und erleichtert die Identifikation der Leser. Was sie allerdings mitunter "nervt", ist die Akribie, mit der die Autorin jeden Gesichtsausdruck ihrer Protagonisten "psychologisch" deutet.
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