Ralph Johannes, Gerhard Wölki

Die Autobahn und ihre Rastanlagen

Geschichte und Architektur
Cover: Die Autobahn und ihre Rastanlagen
Michael Imhof Verlag, Petersberg 2005
ISBN 9783932526688
Gebunden, 199 Seiten, 39,90 EUR

Klappentext

Mit 281 Abbildungen. Die Entstehung und Entwicklung der deutschen Autobahnrastanlagen ist untrennbar mit der fortschreitenden Motorisierung zu Beginn des 20. Jahrhunderts verbunden. Bereits 1904 gibt Kaiser Wilhelm II. die Anregung zum Bau einer Automobil-Rennstrecke. 1909 planen Privatleute in Berlin die erste Renn- und Teststrecke und gründen die "Automobil-Verkehrs- und Uebungs-Straßen-Gesellschaft" (AVUS). Der erste Prototyp aller Autobahnen wird 1921 eingeweiht. 1922 entstehen erste Pläne für ein Fernstraßennetz. 1929 wird zwischen Köln und Bonn die erste öffentliche Autobahn gebaut. Ab 1937 werden die ersten Rastanlagen gebaut. Die Zusammenstellung von 25 Rastanlagen dokumentiert den Zustand der jeweiligen Rastanlage im Eröffnungsjahr bis zum Jetzt-Zustand. Objektbeispiele: Illertal Ost, Lechwiesen Nord/Süd, Aachener Land Süd, Breisgau Ost, Brohltal West, Uttrichshausen West, Pentling Ost, Weiskirchen Süd, Dollenberg Ost, Wattenheim Nord, Dammer Berge, Goldene Bremm Süd, Hannover-Wülferode Ost, Göttingen West, Lorsch Ost/West, Pforzheim Nord, Hamburg-Stillhorn Ost + West, Garbsen Nord, Irschenberg Süd, u.a.m.

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 25.01.2006

Rezensent Christian Geyer erklärt uns die Autobahn-Raststätte als den "Inbegriff der Ortlosigkeit", als einen Ort, an dem sich das Soziale völlig von örtlichen Gegenbenheiten losgelöst hat. Die Autoren dieser Kulturgeschichte der Raststätten beschreiben diese Entwicklung nicht als Verfallsgeschichte, sondern als "Erfolgsgeschichte der atopischen Raumtheorie", was den Rezensenten sehr angeregt zu haben scheint. Mit großem Interesse hat er die Geschichte der Firma "Tank und Rast" verfolgt, die die Raststätten der Autobahnen kontrollieren, gern ließ er sich auch in die Service-Philosophie der "Dr. Erich Kauth Consulting" einführen, die den Raststätten ihr anonymes Gesicht gegeben haben. Und da er als Erkenntnis aus diesem Band mitnimmt, dass erst die Ortlosigkeit übergreifendes Denken ermöglicht, bedauert der Rezensent sehr, dass seit den siebziger Jahren keine Brückenrasthäuser mehr gebaut werden.
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