Aus dem Arabischen von Sandra Hetzl. Die syrische Autorin Rasha Abbas zeigt in ihren neuen Erzählungen die Bandbreite ihrer Kunst: urbane Märchen und Traumlandschaften mit starken zeitgenössischen Bildern. Berührende Figuren, Fantasiegebete, Balladen und Monologe von ungeheurer Dringlichkeit. Bemerkenswert ist, wie Abbas die Vielfältigkeit der verschiedenen Fluchtgründe auffächert und dabei weibliche und männliche Erfahrungen gleichermaßen darstellt.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 25.09.2018
Knapp, aber begeistert bespricht Martin Lhotzky diesen schmalen Erzählband der syrischen Autorin Rasha Abbas. Einundzwanzig aus der Ich-Perspektive geschriebene Kurzgeschichten entdeckt der Kritiker hier, "Beklemmendes" über Flucht, Korruption oder Folter etwa, aber auch Launiges, so Lhotzky: Wie H.P. Lovecraft, nur besser geschrieben, meint er. Insbesondere lobt der Rezensent die Übersetzung von Sandra Hetzl und das Lektorat durch Nikola Richter und Tine Mothes, die auch Begriffe aus der syrisch-arabischen Umgangssprache erläutern.
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 23.04.2018
Voll des Lobes ist Rezensentin Insa Wilke sowohl für die aus Syrien stammende junge Autorin Rasha Abbas als auch für die Übersetzerin Sandra Heztel, die Abbas' neuen Erzählband "Eine Zusammenfassung von allem, was war" ins Deutsche übertragen hat. Dass die Autorin virtuos zwischen "alttestamentarischem Pathos" und Referenzen auf banale Alltagskultur hin- und herspringen kann, empfindet Wilke als herrlich "punkig" und neuartig. Die beeindruckende Frechheit der Autorin macht sich für die Rezensentin auch am beißenden Spott und der Komik bemerkbar, die ihre Erzählungen durchziehen. Dennoch widme sich die Geschichtensammlung den Erfahrungen des Kriegsalltags in all seinen furchtbaren Auswirkungen, so Wilke: Weder der allumfassende Verlust der Schönheit noch die quälenden Schuldgefühle der Geflüchteten, die Gleichgültigkeit der syrischen Kinder oder die Selbstentfremdung der Erwachsenen werden hier verschwiegen. Wilke appelliert denn auch an die deutschen Leser, sich "schlimmen Geschichten" nicht zu verweigern - und ganz besonders nicht dieser wertvollen "Zusammenfassung von allem, was war".
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