Layla und Basil waren immer eine untrennbare Einheit, Geschwister, die zusammengehören, zwischen die nichts kommt. Bis Layla eine Entscheidung trifft, die alles verändert und die niemand versteht: Sie beschließt zu heiraten. Einen Mann in der alten Heimat, Saudi-Arabien. Keine Entscheidung aus Liebe, sondern aus Prinzip.
'Weil wir längst woanders sind' erzählt die Geschichte von Basils Reise nach Jeddah zur Hochzeit seiner Schwester. Er möchte ein letztes Mal die alte Nähe spüren. Zugleich führt ihn sein Besuch mitten hinein in die eigene Vergangenheit: in den liebevoll-skurrilen Kosmos der saudischen Verwandtschaft, die in seinem "deutschen Leben" nie anwesend war und doch immer da in der Erinnerung.
Mit Rasha Khayats "Weil wir längst woanders sind" kann Rezensent Christoph Schröder einen sehr gelungenen Debütroman über ein Leben zwischen Saudi-Arabien und Deutschland empfehlen. Erzählt wird die Geschichte der Geschwister Basil und Layla, die zwischen vermeintlich westlicher Freiheit und religiösen Restriktionen aufwachsen, neben identitärer und kultureller Zerrissenheit aber auch viel familiäre Geborgenheit erfahren, informiert der Kritiker. Der Literaturwissenschaftlerin und Bloggerin Khayat mag man gelegentlich noch das "Leitartikelhafte" anmerken, meint Schröder; nichtsdestotrotz hat er einen klugen Roman voller feinsinniger und detailreicher Beobachtungen gelesen, der mit Vorurteilen aufräumt und die "Selbstbejahung" des Westens relativiert.
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