Aus dem Englischen von Petra Pyka. Vor einigen Jahren begann Ray Dalio beunruhigende politische und wirtschaftliche Entwicklungen zu bemerken, denen er in seiner fünfzigjährigen Karriere noch nie zuvor begegnet war. Auf der Suche nach einer Erklärung entdeckte er, dass solche Kombinationen von Bedingungen charakteristisch für Perioden des Übergangs sind, in denen sich Reichtum und Macht in einer Weise verschoben, die die Weltordnung neu gestaltete. Dieses Buch analysiert die turbulentesten wirtschaftlichen und politischen Phasen der Geschichte, um zu zeigen, warum die vor uns liegenden Zeiten sich radikal von denen unterscheiden werden, die wir bisher erlebt haben.
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 15.01.2026
Ein Buch, das in Jahrhunderten denkt, und zwar auf grandiose Weise, hat Ray Dalio laut Rezensent Felix Stephan geschrieben. Dalio beschäftigt sich mit den Währungssystemen von Großmächten über die Zeitläufe hinweg, konkret vor allem mit drei in jeweils einer Ära dominanten Mächten: den Niederlanden, Großbritannien und der USA. Nacheinander stiegen diese drei zur dominanten finanzpolitischen Macht des 17. Jahrhunderts (Niederlande), des 19. Jahrhunderts (Großbritannien) und des 21. Jahrhunderts (USA) auf, nur um anschließend zu kollabieren - die USA befindet sich jetzt, so Dalio, an diesem Kipppunkt, fortan werde es bergab gehen. Mit China steht die nächste dominante Macht schon Gewehr bei Fuß. Dalio untermauert seine Thesen mit immensen Datenmengen, staunt Stephan, und er macht außerdem jede Menge Parallelen aus zwischen seinen drei Beispielmächten, was etwa Militärausgaben, gesellschaftliche Polarisierung und Ähnliches angeht. Dalio ist selbst Investor, und dass der außergewöhnliche Erfolg seiner Fonds im Einklang steht mit den Thesen seines Buches, beeindruckt Stephan ganz besonders. Der Rezensent zieht Parallelen zu historisch-materialistischen Geschichtstheorien - wie diese interessiert sich Dalio vor allem für Besitzverhältnisse und Produktionsmittel.Für den beeindruckten Stephan spricht einiges dafür, dass Dalios Analysen zutreffen.
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 13.08.2022
Thomas Speckmann hält den milliardenschweren Investor Ray Dalio durchaus für einen Zeitgenossen, der uns die Welt, wie sie ist und wie sie werden könnte, erklären kann. Dalios Buch setzt ihm die Sicht des Hedgefondsmanagers auf die gegenwärtigen Krisen auseinander, beruhigen kann es ihn kaum. Dass sich Geschichte und die für Gedeih und Verderb von Imperien verwantwortlichen Faktoren für Dalio zyklisch verhalten, erfährt Speckmann beim Lesen. Was das für uns heute bedeutet, erläutert ihm der Autor anhand des Konflikts zwischen China und den USA. Dalios Sorgen im Hinblick auf Taiwan scheint der Rezensent zu teilen.
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