Rebecca Solnit

Die Kunst, sich zu verlieren

Ein Führer durch den Irrgarten des Lebens
Cover: Die Kunst, sich zu verlieren
Pendo Verlag, Zürich 2009
ISBN 9783866122130
Gebunden, 221 Seiten, 16,95 EUR

Klappentext

Es geschieht beim Hören von Musik. Bei einem Aufenthalt in der Wüste. Oder im Traum. In Bildern kreist Rebecca Solnit um die Angst vor dem Verlorensein und die Sehnsucht nach dem Neubeginn und zeigt, wie gut es uns tut, wenn wir unsere Ängste überwinden und unseren Gewohnheiten die Neugier auf das Unbekannte entgegensetzen. Sich verlieren, um sich wiederzufinden. Dieser Gedanke ist vor allem aus dem Buddhismus bekannt, doch gibt Rebecca Solnit ihm eine eigene Bedeutung. Ob der Siedler, der beim Aufbruch ins Unbekannte alles zurücklässt, im fremden Land aber eine neue Kultur findet. Ob das Erleben der Wüste als Ort der Introspektion. Oder die Erkenntnis von der Unwiederbringlichkeit der eigenen Kindheit. Erst wenn wir uns vom allzu Bekannten lösen, vermögen wir uns neu zu entdecken.

Rezensionsnotiz zu Deutschlandfunk Kultur, 28.09.2020

Gerd Brendel findet leider keinen anderen als seinen persönlichen Zugang zu Rebecca Solnits Erzählungen über die als Mohawk lebende Puritanerin Eunice Williams und die Erlebnisse von Solnits jüdischer Familie auf dem Weg in den amerikanischen Mainstream, von Irrfahrten und Heimatlosigkeit. Dass Solnit im Stil Thoreaus über Erlebnisse in amerikanischen Nationalparks schreibt und nicht über Drogentrips und den Burning Man, findet er "wenig wegweisend".

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Rundschau, 04.07.2009

Ganz klar wird einem aus Sylvia Staudes durchaus empfehlend gemeinter Kritik nicht, warum man dieses Buch lesen sollte und wen sich die Autorin eigentlich als Publikum vorstellt. Es geht um die Kunst sich zu verlieren, buddhistisch inspiriert. Was Staude dazu erzählt, klingt ein bisschen nach Stammtischpsychologie, aber das Buch sei kein Ratgeber, versichert sie. Also ein philosophischer Essay? Manches klingt interessant, etwa die Ausführungen der Rezensentin zum feinen Unterschied zwischen "sich verlieren" und "sich verirren", der aber tödliche Konsequenzen haben kann, etwa wenn der Ort dieser Erfahrung in einer Wüste liegt.
Stichwörter

Beliebte Bücher

Robert Seethaler. Die Straße - Roman . Claassen Verlag, Berlin, 2026.Robert Seethaler: Die Straße
Die Straße ist nicht im Zentrum der Stadt und nicht an ihrem Rand. Versteckt liegt sie irgendwo dazwischen. Kein Besucher würde sich dorthin verirren, und doch passiert in…
Nelio Biedermann. Lázár - Roman . Rowohlt Berlin Verlag, Berlin, 2025.Nelio Biedermann: Lázár
Alles beginnt, sogar das Ende, als Lajos von Lázár, das blonde Kind mit den wasserblauen Augen, zur Welt kommt. Seinem Vater, dem Baron, wird der Sohn nie geheuer sein, als…
Lukas Rietzschel. Sanditz - Roman . dtv, München, 2026.Lukas Rietzschel: Sanditz
Ein imposantes Bild der deutschen Gesellschaft - von der DDR bis in die GegenwartSanditz, eine Kleinstadt am Rande der Republik. Hier leben alte Offiziere, Bürgerrechtler,…
Elizabeth Strout. Erzähl mir alles - Roman. Luchterhand Literaturverlag, München, 2026.Elizabeth Strout: Erzähl mir alles
Aus dem Englischen von Sabine Roth. Elizabeth Strout kehrt zurück in die Küstenstadt Crosby in Maine - zu ihren Heldinnen Lucy Barton und Olive Kitteridge. Es ist Herbst…