Die lebenslange Freundschaft zwischen Mendelssohn und Klingemann ist durch eine umfangreiche Korrespondenz dokumentiert, die mehr als 300 Briefe umfasst. Darin geht es um familiäre Ereignisse und berufliche Entscheidungen, um musikalische Fragen sowie um zeitgenössische Literatur und europäische Politik. Die Auswertung der bislang unveröffentlichten Briefe Klingemanns und seines musikalischen Nachlasses hält nicht nur für die Mendelssohn-Forschung spannende Erkenntnisse bereit, sondern auch für Forschungen zur Briefkultur und zum Begriff der Freundschaft im 19. Jahrhundert.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 04.10.2014
Ach ja, die lieben Akademiker und ihre Dissertationen, seufzt Rezensentin Eleonore Büning. Dabei findet sie die Korrespondenz zwischen Felix Mendelssohn Bartholdy und Carl Klingemann, deren bisher unerschlossenen Teil von 115 Briefen Regina Back hier erstmals auswertet, charmant, geistreich und poetisch. Doch was die Autorin dem Briefwechsel hinzuzufügen hat, findet die Rezensentin etwas umständlich und unergiebig - wie das "Aufzählen der Zutaten zu gutem Essen". Doch immerhin: Die Seiten zu Klingemann-Biografie plus Werkverzeichnis und einiger Klingemann-Gedichte sind für die Rezensentin neu und nützlich, gehen über das bereits Bekannte hinaus und ergeben am Ende eine verlässliche Biografie des Kanzleischreibers und Mendelssohn-Freunds.
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