Erst seit wenigen Jahren befassen sich deutsche Historiker ernsthaft mit der Geschichte der Nachrichtendienste. Die in diesem Band zusammengetragenen teilweise überraschenden Forschungsresultate erlauben ganz neue Interpretationen der vom Ersten Weltkrieg bis zum Kalten Krieg im Zentrum der deutschen Außenpolitik stehenden Beziehungen zu den USA.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 30.07.2001
Den von Reinhard R. Doerries herausgegebenen Sammelband mit sieben Beiträgen über die Arbeitsweisen von Geheimdiensten und deren Auswirkungen auf die Politik in Deutschland und den USA findet Hans Kluth allein schon deswegen beachtlich, weil das Thema in Deutschland zu den Stiefkindern der Forschung gehört, so der Rezensent. Abgesehen davon, dass Kluth erwähnt, die einzelnen Beiträge seien erhellend, hält er sich mit einer präziseren Kritik zurück und stellt stattdessen den Inhalt des Bandes vor. Immerhin - es ist schon erstaunlich, dass die Amerikaner sich von der Tätigkeit deutscher Agenten in den USA derart beeindrucken ließen, dass dies die Entscheidung, in den 1. Weltkrieg einzutreten, durchaus beeinflusst hat, berichtet Kluth.
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