Es beginnt mit einer harmlosen Frage: Auf dem Rücksitz des im Stau stehenden Familienautos sitzend, will Philipp wissen, wer eigentlich den Stau erfunden hat. Und der auskunftsfreudige Vater, der als Entwickler in der Autoindustrie arbeitet, lässt sich nicht lange bitten. Mit den technischen Grundvoraussetzungen - Rad, Lenkung, Motor - beginnend, erzählt er die spannende Geschichte von Erfindern, die Daimler oder Ford hießen, von Fahrzeugen, die liebevoll "Laubfrosch", "Ente" oder "Käfer" genannt wurden, und von der Faszination eines Verkehrsmittels, das nachgerade zum Symbol für die Mobilität des Einzelnen in der modernen Industriegesellschaft wurde.
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 05.12.2001
In der Rezension von Jörg Reichle findet man gleichzeitig Skepsis und Begeisterung, je nachdem, aus welcher Perspektive er dieses Buch betrachtet. Aus seiner eigenen Sicht als Erwachsener ist er äußerst angetan von einem Buch, das unterhaltsam derart "kenntnisreich" geschrieben sei, dass man eine Menge daraus lernen könne. Trotzdem ist er der Meinung, dass sich die heutigen "gameboy-verwöhnten und fernsehtrunkenen" Kinder kaum noch an einem derartigen Buch werden erfreuen oder hineinversenken können. Dies liege unter anderem an einer relativ langweiligen Bebilderung. Es handle sich hier also einmal mehr um ein Kinderbuch, das vor allem die Eltern begeistert, fürchtet der Rezensent.
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