Seit den frühen Fünfzigern begleiten Renate und Roger Rössing die Entwicklung der Stadt Leipzig mit der Kamera. Die Rössings waren dabei, als Persönlichkeiten wie Bertolt Brecht oder Heinz Rühmann durch die Leipziger Innenstadt flanierten, sie sahen die Schieberkönige auf dem Hauptbahnhof und die ersten, elegant gekleideten westlichen Geschäftsleute auf der Messe. Das Leben war ebenso geprägt von der neuen politischen Doktrin der Nachkriegszeit wie von der Freude an einem friedlichen Alltag mit seinen kleinen und großen Sensationen: Radrennen und Modenschauen, Künstlerkongresse und wetteifernde Kinder mit dem unvermeidlichen Dreiangel in der Hose.
Rezensionsnotiz zu
Neue Zürcher Zeitung, 20.03.2003
Susanne Ostwald hat aus Anlass der Buchmesse in Leipzig mit besonderem Interesse den Bildband mit Schwarzweißfotografien zur Hand genommen, in denen das Leipzig von vor 50 Jahren festgehalten ist. Eindrücklich sind darin nicht nur das mühevolle Leben zwischen Kriegsruinen, sondern auch die Freuden der Nachkriegszeit zu finden, so Ostwald in ihrer Kurzkritik angetan. Auch die kommentierenden Essays von Angela Krauss und Horst Drescher haben ihr gut gefallen, und sie lobt insbesondere Krauss' Texte als "charmant".
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