Mit 200 Duotone-Tafeln. Besiedelt war das heutige Stadtgebiet Dresdens schon im 5. Jahrtausend v. Chr., die eigentliche Stadtgründung erfolgte vermutlich 1173. Dreihundert Jahre später wurde Dresden Residenzstadt der Albertiner, die bis 1918 in Sachsen regierten, erst als Herzöge, dann als Kurfürsten und ab 1806 als Könige. Der berühmteste Albertiner, August der Starke (1670-1733), baute Dresden zu jener glanzvollen - und wirtschaftlich florierenden - Barockstadt aus, deren Ruf als "Elb-Florenz" bis heute gern beschworen wird. Wie alle europäischen Städte veränderte die Industrialisierung auch Dresden, was von ortsansässigen und zugereisten Fotografen ausführlich dokumentiert wurde: Ab 1817 wurden die Festungswerke abgetragen, in den 1820er und 30er Jahren Gasbeleuchtung eingeführt, neue Stadtteile erschlossen und Elbbrücken - u. a. das "Blaue Wunder" - gebaut, 1839 die erste deutsche Fern-Eisenbahn von Dresden nach Leipzig in Betrieb genommen.
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 21.12.2020
Nur begeistert ist Rezensent Peter Richter von diesem Band, den er als Schirmer'schen "Nachfolgeband" einer Sammlung von frühen Fotografien identifiziert, die einmal als "Vorlagen für Idyllenmaler" in alle Welt exportiert worden waren und die der Verlag in den 1980er Jahren reproduzierte. Hier nun sieht man der Verwandlung eines Barockstädtchens in eine Industriestadt zu und den Bürgern in steifen Kleidern nicht nur beim Flanieren. Vielmehr sind sie langsam selbst technische Experten, jedenfalls in Sachen Kameras, wie sie sich über die Apparaturen beugen, denn in Dresden hatte sich früh die entsprechende Industrie angesiedelt. An der feinen Kleidung freut sich der Kritiker so oder so, denn sie war immerhin reizvoller als alles, was der Fremdenverkehr heutzutage sommers wie winters in die Stadt spült.
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