Aus dem Englischen von Elisabeth Schmalen und Johanna Wais. Kaum eine andere Stadt stand im zwanzigsten Jahrhundert so sehr im Zentrum des Weltgeschehens wie Berlin: Ihr Aufstieg zur kosmopolitischen Metropole während der Weimarer Republik, der wirtschaftliche Absturz, die Machtübernahme der Nationalsozialisten, der Zweite Weltkrieg, ihre Teilung, die Wende und der Mauerfall.Zwischen Kaufhäusern der Moderne, UFA-Studios, Uranium-Clubs und Rosinenbombern erzählt Sinclair McKay die Geschichte der Stadt durch die Augen derer, die in ihr lebten: Vom idealistischen Wissenschaftler Albert Einstein bis zum Nazi-Architekten Albert Speer, von der Revolutionärin Rosa Luxemburg bis zum ersten deutschen Nachkriegsstar Hildegard Knef - von einfachen Hausfrauen, Büroangestellten, Zwangsarbeitern in einer Marmeladenfabrik oder übermütigen Jugendlichen, die das Dauerwellenverbot der Nationalsozialisten, umgingen.Generationen von Berlinern gibt Sinclair McKay eine Stimme und zeichnet dabei ein fesselndes, lebendiges und mit neuen Details gespicktes Portrait dieser Stadt und ihrer Bewohner, die von den Ereignissen der Geschichte immer wieder durchgerüttelt wurden - ihren Überlebenswillen und ihren Sinn für Humor jedoch nie verloren.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 15.07.2023
Rezensent Stephan Wackwitz bespricht zwei Bücher über die "ungleichen Stadtschwestern" Berlin und Wien. Jens Wietschorkes Buch "Wien - Berlin. Wo die Moderne erfunden wurde" bietet dem Kritiker eine ausführliche Einführung in die moderne "Folklore" der beiden Städte, nach der Berlin als die fortschrittliche, "protestantisch rationale", Wien als die "gemütlich katholische", dabei leicht zurückgebliebene Stadt wahrgenommen wurde - umwoben freilich von zahlreichen Mythen, Vorurteilen und Fantasien auf beiden Seiten, die der Kulturwissenschaftler eingehend und auch mit Blick auf die Paradoxien auffächere. So kamen etwa die eigentlich "innovativen" Ideen aus Wien, obwohl man sich internationalen Erfolg nur von Berlin versprach, liest Wackwitz. Auch Sinclair McKays Buch über "Berlin 1918-1989" betrachte Berlin eingebettet in die "kulturelle Moderne" und verfahre dabei nach dem Prinzip der Oral History, die individuelle Zeitzeugen (unter den bekannten: Hildegard Knef) zu Wort kommen lasse, so der Kritiker. Was ihm in beiden Büchern zu kurz kommt, ist zum einen die Beleuchtung Ostberlins und zum andern der Gegenwartsbezug. Trotzdem spricht aus beiden Publikationen die "ungebrochene Faszination" für das Verhältnis zwischen diesen beiden Städten, schließt er.
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