Aus dem Englischen von Susanne Rudloff. Reshma Saujani kandidierte 2010 für einen Platz im US-Kongress. Schon lange hatte sie sich danach gesehnt, ein politisches Amt zu bekleiden, jedoch nie den Mut aufgebracht, sich zur Wahl zu stellen. Dann wagte sie den Schritt und scheiterte. Ihre Kandidatur endete in einer grandiosen Niederlage - und mit einer kathartischen Erfahrung: Egal wie peinlich und unangenehm ihr Scheitern war, das Leben ging weiter. Seit ihrer Kindheit hatte sie nichts anderes getan, als Risiken zu vermeiden. Nun wurde ihr klar, wie sehr die Angst sie eingeschränkt hatte und wie typisch ihre Vermeidungstaktik für Frauen war. Von klein auf an werden Mädchen dazu angehalten, nicht zu fallen, keine Fehler zu machen, nicht zu scheitern, während Jungen meist zum Risiko, zum Ausprobieren ermutigt werden und dadurch den Umgang mit dem Scheitern lernen. So werden aus Mädchen perfektionistische Frauen und aus Jungs risikofreudige Männer. Viele Frauen bleiben deshalb ihr Leben lang unter ihren Möglichkeiten. Das möchte Reshma Saujani mit ihrem inspirierenden Buch ändern. Sie zeigt praxisnahe Wege aus dem Perfektionismus auf sowie Strategien, mit denen man seine Angst vor dem Scheitern überwinden kann.
Rezensentin Eva Biringer findet Reshma Saujanis Buch wichtig. Auch wenn die vielen Ratschläge der Autorin an Frauen in einer noch immer von Männern dominierten Welt ihr mitunter zu viel scheinen und sie dahinter auch wieder nur die alte Selbstoptimierung zu erkennen meint. So simpel die Botschaft, so lesenswert findet Biringer schließlich, was Saujani zu sagen hat. Denn: Dem gegenwärtigen Feminismus seine Unvollkommenheit zuzugestehen und konkrete Beispiele für Frauensolidarität aufzuzeigen, ist keine Kleinigkeit, glaubt die Rezensentin.
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