Aus dem Englischen von Henning Ahrens. Die weltbekannte Saga vom Exodus der Kaninchen. Das Thema könnte nicht zeitgemäßer sein, denn genau dort, wo sie leben, entsteht ein Neubaugebiet: Der junge Fiver spürt, dass seinem Volk das Verderben droht. Nur seine engsten Freunde kann er überreden, mit ihm den Kaninchenbau zu verlassen und sich auf die Suche nach einer neuen Heimat zu machen. Doch auch ein unerwarteter Gefährte schließt sich ihnen an. Was sie unterwegs durchleben, ist so beispielhaft wie fesselnd: zahllose Abenteuer, falsche Freunde, Meuterei, Verrat und Heldentum, Schlachten mit hohem Blutzoll - und schließlich der glückliche Einzug ins Land der Freiheit und des Friedens.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung, 05.08.2023
Über die Neuübersetzung eines Klassikers des britischen Nature Writings darf sich Rezensent Cord Riechelmann freuen: Richard Adams' Geschichte Geschichte um Kaninchen, die sich vor zunehmenden (Umwelt-)Bedrohungen schützen und entlang eines Flusses fliehen müssen, hat nicht nur zur Entstehungszeit 1972 perfekt in eine Zeit gepasst, in der der Club of Rome erstmals vor verheerenden Umwelt- und Hungerkrisen warnt, sondern auch heute noch. Das zeigen ihm auch die vielen Adaptionen, die die Geschichte um Lord Eberesche, den Anführer der Kaninchen und den schwächlichen, aber mit einer Sehergabe versehenen Fiver erfahren hat. Beschwerden über zu viel Gewalt kann er nicht nachvollziehen, zählen doch auch Kämpfe untereinander und mit Fressfeinden zur natürlichen Verhaltensbiologie der Tiere, meint Riechelmann. Diese sehr nah an der realen Welt gehaltenen Schilderungen auch der Landschaft, in der sich die Kaninchen aufhalten, macht für ihn den fortwährenden Reiz der Geschichte aus, gemeinsam mit den Entwicklungen der Tiere hin zu einer sozialen Gemeinschaft, die sich gegen Widrigkeiten wehrt.
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