Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 29.01.2003
Richard Dove ist ein britischer Dichter, der in München lebt, merkt Nico Bleutge zur Herkunft des Dichters an. Und wenn man Bleutge richtig versteht, dann dichtet Dove auch auf deutsch. Bleutge mag es, wie Dove ein sehr heutiges Vokabular mit Wörtern wie "Autobahndreieck", "Bussi" und "Longdrink" aufs leichteste in klassische Versmaße zu bannen versteht. Er betont aber, dass Dove seine eigentliche Kunst erst in den Langgedichten entfaltet, denn erst hier "gewinnt das ironische Spiel mit Mythen und literarischen Splittern jene Beiläufigkeit", die Bleutge an dem Dichter so schätzt. Selbst recht beiläufig, will Bleutge dann auch gar nicht mehr sagen und beendet seine kurze Rezension mit einigen Versen aus dem vorliegenden Band: "Fernab. Die Wände schmücken zwei Hirschtrophäen, ein Tarpun..."
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