Aus dem Niederländischen von Rainer Kersten. Was ist wahre Größe? Weltweit erleben wir eine Zeit der Unsicherheit, politischer Extreme und sozialer Spannungen. Doch gibt es in der Geschichte Menschen, die wahre Größe gezeigt haben - nicht durch Macht oder Ruhm, sondern durch ihr unerschütterliches Engagement für Menschlichkeit. Rob Riemen erzählt in "Über wahre Größe" die Geschichten solcher Persönlichkeiten und zeigt, dass Hoffnung und Humanismus die Antwort auf unsere größten Herausforderungen sind. In vier Essays verbindet er die Ideen von Denkern wie Thomas Mann, George Orwell und Simone Weil und ruft dazu auf, sich wieder dem echten europäischen Humanismus zu widmen. Sein Werk ist eine inspirierende Mahnung an unsere Gesellschaft, die wahre Größe nicht in Zahlen und Macht, sondern in Werten wie Wahrheit, Gerechtigkeit und Freiheit zu suchen.
Rezensionsnotiz zu
Deutschlandfunk Kultur, 08.01.2026
Inspiriert, wenn auch nicht durchweg überzeugt, ist Rezensentin Katharina Teutsch von diesem Buch. Der niederländische Philosoph Rob Riemen schreibt darin über wahre Größe im Gegensatz zu falscher Größe. Letztere wird bei Riemen von Typen wie Putin und Trump repräsentiert, erstere von Leuten wie Thomas Mann, Simone Weil und Percy Shelley. Also vor allem von Künstlern, wobei Riemen auch weiter ausgreift, zurück in die Geistesgeschichte bis zu den alten Griechen, und sich auch für die innere Größe des Leiters eines jüdischen Waisenhauses in der NS-Zeit interessiert. Teutsch irritiert es schon ein wenig, wie Riemen hier immer wieder schöne Worte für Menschen edlen Gemüts findet, ohne sich analytisch mit den verwendeten Begrifflichkeiten auseinanderzusetzen. Vielleicht ist das im Fall eines Buches, das vor allem eine poetische Verbeugung vor einer Reihe von Menschen voller wahrer Größe sein soll, auch gar nicht nötig, überlegt sich die Rezensentin, nicht ganz ohne Ironie.
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