Aus dem Englischen von Susann Urban. John Steinbeck und Robert Capa reisen für die "New York Herald Tribune" 1948 durch die Sowjetunion, um die Befindlichkeiten und das Leben des russischen Volkes in Augenschein zu nehmen und zu dokumentieren. "Russische Reise" ist berührendes Zeitdokument, literarische Reportage und das freundschaftliche Porträt eines der großen Fotografen des 20. Jahrhunderts.
Rezensionsnotiz zu
Neue Zürcher Zeitung, 28.01.2012
Karl Schlögel weiß dieses Buch von John Steinbeck und Robert Capa über ihre "Russische Reise" von 1947 zu schätzen. Er hebt den Vorsatz des Schriftstellers und des Fotografen hervor, den Alltag gewöhnlicher Sowjetbürger zu erkunden. Das gelingt seines Erachtens überzeugend, insbesondere in der Beobachtung von Details. Steinbeck und Capa schildern für ihn die Vitalität der Menschen in dem vom Krieg ausgezehrten Land, kräftezehrende Gelage und verkrampfte Intelligenzija-Debatten in einer gelungenen Balance aus Empathie und Distanz mit bisweilen ironischen Einschlag. Mir Lob bedenkt Schlögel auch die eindrucksvollen Fotografien Capas.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 15.07.2011
Hocherfreut zeigt sich Kerstin Holm darüber, dass John Steinbecks und Robert Capas "Russische Reise" jetzt auf Deutsch erschienen ist. Der Reisebericht des Schriftstellers, der mit dem berühmten Fotografen in Moskau, Stalingrad, Kiew und Georgien unterwegs war, bietet für sie einen erhellenden Einblick in das stalinistische Nachkriegsrussland und dokumentiert den Wiederaufbau des zerstörten Lands und die Not der Bevölkerung. Sie attestiert Steinbeck eine Haltung von Objektivität, Neugier, Nüchternheit und auch Humor. Besonders beeindruckend findet sie seinen Reportagestil, der "Haltung im Leid" beweise. Etwas "aufdringlich" findet sie dagegen hin und wieder die "Frotzeleien" mit Capa. Sie vermutet hier, dass Duo habe ein wenig Don Quichotte und Sancho Pansa spielen wollen.
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