Deutschland im Mai 1945: Das nationalsozialistische Regime ist besiegt und die Alliierten übernehmen die Verwaltung des Landes. Viele jüdische KZ-Überlebende haben jedoch keinen Ort, an den sie nach ihrer Befreiung zurückkehren können. Die meisten von ihnen landen in den Lagern für Displaced Persons, wo die Lebensbedingungen kaum besser sind, als zuvor. Robert L. Hilliard liefert mit seinem Buch einen spannenden und ergreifenden Augenzeugenbericht über den Überlebenskampf der Befreiten, die Gleichgültigkeit und den Antisemitismus vieler amerikanischer Soldaten, aber auch über Anteilnahme und Solidarität.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Rundschau, 20.07.2000
Keine Frage, meint Angela Gutzeit, Robert L. Hilliard hat mit seinem kühnen Einsatz für die Überlebenden der Konzentrationslager Zivilcourage bewiesen. Sein Bericht sei darum lesenswert, sympathisch und fülle eine Wissenslücke in Bezug auf die amerikanische Besatzungspolitik, die sich erst nach Hilliards wachrüttelndem Aufruf in positivem Sinne für die ehemaligen Deportierten auswirkte. Zugleich moniert Gutzeit mangelnde zeitgeschichtliche Recherche, da der Autor seine eigenen Beobachtungen, die ja schon lange Zeit zurückliegen, mit Informationen aus zweiter Hand und Pauschalurteilen abstütze. Wer schweres Geschütz auffährt, so die Rezensentin, weil er die amerikanische Militärverwaltung großer Versäumnisse bezichtigt, muß sein Pulver auch wirksam einsetzen können.
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