Robert Macfarlane

Die verlorenen Wörter

Cover: Die verlorenen Wörter
Matthes und Seitz, Berlin 2018
ISBN 9783957576224
Gebunden, 134 Seiten, 38,00 EUR

Klappentext

Aus dem Englischen von Daniela Seel. Mit 100 Abbildungen von Jackie Morris. Eisvogel, Brombeere, Zaunkönig - was, wenn die Wörter für die lebendige Natur unbemerkt aus der Sprache, den Märchen und Geschichten, der Wirklichkeit verschwänden? Was wir nicht benennen, können wir nicht wertschätzen. Dieses Buch ist der Gegenzauber zu Beton, Feinstaub und Entfremdung. Die prächtigen Aquarelle von Jackie Morris weisen den Weg in einen geheimen Garten, zu dem jeder den Schlüssel besitzt. Glockenblume, Efeu und Lärche harren gleich vor unserer Haustür ihrer Neu- und Wiederentdeckung. Golden strahlt der Löwenzahn auf dem Fußballplatz, neugierig betrachtet uns der Star von seiner Ehrenloge auf dem Telefonmast. Robert Macfarlanes Verse erkunden die kapriziösen Blätter des Farns, den verführerischen Glanz einer frisch aus der Hülle gebrochenen Kastanie und die majestätische Ruhe des Reihers, sie steigen mutig hinab ins Nest der Schlange und betten sich auf den rauen Kissen der Heide. Und irgendwo dort, zwischen satten Farben und traumversunkenen Zeilen, entdecken wir sie vielleicht - die verlorenen Wörter.

Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 01.03.2019

Siggi Seuss hat viel Freude mit diesem Buch des britischen Philosophen und Poeten Robert MacFarlane, das ihm, garniert mit farbprächtigen Illustrationen von Jackie Morries und dank einfühlsamer Übersetzung von Daniela Seel, die reiche Welt verlorenen Wörter erschließt. Zwar hat der Kritiker seine Zweifel, ob schon Kinder etwas mit der fantasiereichen Naturlyrik anfangen können. Macht aber nichts, meint er, Eltern können Kindern Eisvogel, Blauglöckchen, Zaunkönig und Co. anhand der prachtvollen Texten und Aquarelle leicht näher bringen.

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 06.12.2018

Ursula Scheer empfiehlt Robert Macfarlanes von Jackie Morris illustrierten Lyrikband kleinen und großen Naturfreunden. Wie der Naturschriftsteller lautmalerisch Otter und Goldfinken beschwört, Wasserläufe und Sommerwiesen, scheint Scheer wunderbar. Dass er bei seiner Erinnerung an vergehendes Naturwissen, an den Reigen von Flora und Fauna, nicht in Weltuntergangsstimmung verfällt, findet sie gut. Vor Daniela Seels Übersetzung zieht sie den Hut, weil Seel Macfarlanes sprachmagisches Zirpen und Erfinden von Zaubersprüchen so einfühlsam ins Deutsche bringt
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