Aus dem Englischen von Christine Ammann. Nachdem Rob Cowen aus London zurück in die Gegend von Yorkshire zieht, wo er aufwuchs, sucht er in seiner Umgebung neuen Halt und Zugehörigkeit. Auf Streifzügen durch Feldraine, Waldstücke und über alte Bahntrassen folgt er den Einheimischen dieses Gebietes, dem Fuchs, dessen Kräfte im eisigen Winter sinken, einem Reh auf der Flucht vor seinen Jägern, Hasen, die den Frühling einläuten; und auch Menschen, die das Gebiet für sich beanspruchen. Mit der Erkenntnis, bald Vater zu werden, ändert sich Cowens Blick auf die Natur und die Verantwortung der Menschen für den Planeten. Er stellt sich den großen Fragen unserer Zeit, die von der Klimakrise bedroht ist: Was für eine Welt hinterlassen wir unseren Kindern? Können wir die Hoffnung in die Menschheit bewahren? Kaleidoskopisch verknüpft Cowen die Lebensrealitäten von Pflanzen, Tier und Mensch im Wandel der Zeiten und schärft unseren Blick für die kleinen Details um uns herum.
Rezensionsnotiz zu
Deutschlandfunk Kultur, 17.05.2023
Augenöffnend findet Rezensent Wolfgang Schneider die Naturbetrachtungen des britischen Reporters Rob Cowen, der sich in die Provinz von Yorkshire zurückgezogen ist und sich in seinen Reportagen der Landschaft und ihren Bewohnern zuwendet, als Waldgänger, Spurenleser und Kulturhistoriker. Schneider lernt allerlei über Mauersegler und Hasen, aber auch über die Allmende und den fatalen Enclosure Act. Dass sich Cowen dabei die Sicht von Fuchs und Reh anverwandelt, überzeugt den Rezensenten nicht immer, mitunter findet er Cowens Stil auch ein wenig überinstrumentiert. Aber das scheint Schneider dem Autor gern zu verzeihen, der ihm mit seinem Buch ein "wirkliches Lese-Erlebnis beschert".
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