Mit Anmerkungen, kurzem Nachwort und einem Hintergrundtext, der Zusammenhänge und Besonderheiten des Textes verdeutlicht. Alle, oder zumindest viele, kennen Musils berühmten Roman "Der Mann ohne Eigenschaften". Doch wenige kennen seine kurzen Erzählungen, die er Ende 1935 in dem Band "Nachlass zu Lebzeiten" zusammenfasste. Und noch weniger kennen darunter die ganz leicht daherkommenden "Geschichten, die keine sind". Musil behandelt in diesen heiteren Kurztexten damals wie heute zentrale und gegenwärtig wieder besonders brisante Themen: Was heißt Identität? Wie werden wir zu dem, was wir zu sein glauben? Und wie kommen wir zu etwas wie unserem Charakter? Die "Geschichten, die keine sind" bieten zusammen mit der langen Erzählung "Die Amsel" und einem Ausschnitt aus den für Musils Denken prägenden Überlegungen des Physikers Ernst Mach zu Identität und Ich-Philosophie einen idealen Einstieg in das Werk eines der großen Erzähler des 20. Jahrhunderts.
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