Robert Penn

Der Mann, der einen Baum fällte und alles über Holz lernte

Cover: Der Mann, der einen Baum fällte und alles über Holz lernte
Ullstein Verlag, Berlin 2016
ISBN 9783550081323
Gebunden, 272 Seiten, 20,00 EUR

Klappentext

Ein Buch über das Glück des Holzhackens und über die heilende Kraft des Waldes. Eine sinnliche Reise, eine Rückbesinnung auf die Kraft der Natur und die Geschichte von einem Mann und seinem Baum. Robert Penn hat den perfekten Baum für sein Vorhaben gefunden. Eine Esche - nicht umsonst "Venus des Waldes" genannt - 140 Jahre alt und wunderschön. Penn misst den Baum, klettert auf den Baum, verbringt eine Nacht am Fuße des Baums. Er fällt diese Esche und verwertet alles - bis hin zu den Spänen. Er reist durch England, nach Österreich und in die USA um die besten Stellmacher, Tischler und Drechsler zu besuchen. Aus seinem Baum werden Schüsseln gefertigt, Pfeile, ein Schlitten und Axtgriffe. Am Ende werden es 41 Dinge sein, die in sein Haus einziehen. Ihr Geruch und ihr Anblick erinnern ihn jeden Tag aufs Neue an den Wald.

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 24.12.2016

Bill Buford hat es in seinem Buch "Hitze", das die restlose Verwertung eines Schweins schildert, bereits vorgemacht, meint Rezensent Hannes Hintermeier und fügt hinzu, dass Bücher über Bäume momentan sowieso Hochkonjunktur haben. Genau der richtige Zeitpunkt für den englischen Journalisten Robert Penn also, in seinem Buch zu erzählen, wie er eine hundertvierzig Jahre alte Esche bis auf den letzten Ast in einen Schreibtisch, Pfeilschäfte, einen Wohnzimmertisch, eine Theke, Felgen für Wagenräder, Melkhocker, Kochlöffel, Axtschäfte, Regalbretter, Garderoben und Kricketschläger verarbeitet, findet der Kritiker. Dass es zwischen Autor und Baum ordentlich menschelt, Penn darüber hinaus auch noch über das Innenleben des Baumes, das Nachleben der Bretter, Verwendbarkeitstests von Holz und die Baumkrankheit Eschenwelke informiert, scheint dem Rezensenten gefallen zu haben.
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