Rezensionsnotiz zu
Neue Zürcher Zeitung, 12.04.2003
Recht durchwachsen findet der "lae" zeichnende Rezensent den von Roland Scherer und Thomas Bieger herausgegebenen Band "Clustering - das Zauberwort der Wirtschaftsförderung", in dem eine Reihe von Praktikern und Theoretikern versuchen, das diffuse "Zauberwort" zu erklären. Die Einleitung in der Welt der Cluster - Cluster sind regionale Netzwerke, die durch Wissensaustausch höhere Produktivität und Innovation erzeugen - hält der Rezensent noch für kompetent und interessant. In der Folge aber hagelt es zum Ärger des Rezensenten Plattitüden, die dem Praktiker wenig nützen und den Theoretiker höchstens ermüden dürften. Trotzdem könne der geneigte Leser bei der weiteren Lektüre auf die eine oder andere, leider allzu seltene Perle stoßen und interessante Fragestellungen entdecken. Insbesondere die Schlusskapitel bieten nach Ansicht des Rezensenten ansprechende Einblicke in die konkrete Cluster-Politik von Zürich, Bern und das BioValley-Projekt rund um Basel, Freiburg und Strassburg. Zum Bedauern des Rezensenten versäumt der Band hier, die im restlichen Teil verstreuten interessanten Fragen gebündelt aufzugreifen und zu vertiefen. "Das Resultat", resümiert der Rezensent, "ist ein löchriger Flickenteppich".
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