Wie lange dauert es, bis eine Frau begreift, dass sie in einer zerstörerischen Beziehung lebt? "Ich habe mich instinktiv dem Zeichnen zugewendet, weil ich nicht fassen konnte, was mit mir geschah. Ich musste es schwarz auf weiß vor mir sehen. Diese Illustrationen, die mir Distanz gaben, wirken ironischerweise auf andere wie Großaufnahmen. Sie erwiesen sich als viel persönlicher, als Worte je hätten sein können. Die Welt ist voller Menschen wie mich, ich bin nur eine unter vielen." Rosalind B. Penfold auf die Frage, warum dieses Buch entstanden ist.
Die Geschichte, die die unter einem Pseudonym arbeitende kanadische Grafikerin Rosalind Penfold von ihrer Beziehung zu einem Alkoholiker erzählt, ist für sich alleine genommen schon "gruselig" und erschütternd, berichtet Heide Oestreich. Das gewisse Etwas aber, dass diesen Comic zu einer Empfehlung macht, sei die kindliche Wahrnehmung, die sich die Autorin hier bewahrt habe, und die den wahren Gefühlen und Eindrücken in einer solchen gegenseitigen Abhängigkeitsbeziehung sehr nahe kommt, wie Oestreich vermutet. Perfekt ergänzt und übertragen werde diese besondere Perspektive durch die "fast schulbuchbrave Bildersprache".
Julian Barnes: Abschied(e) Aus dem Englischen von Gertraude Krueger. Julian Barnes wird im Januar 2026 achtzig Jahre alt. Er weiß, dass die längste Zeit seines Lebens hinter ihm liegt, und er möchte… Elias Hirschl: Schleifen Franziska Denk wächst im Umfeld des Wiener Kreises auf und leidet als Kind an einer seltsamen Krankheit: Jedes Symptom, von dem sie hört oder liest, bekommt sie sofort. In… Dorothee Elmiger: Die Holländerinnen Mit blinkenden Warnlichtern fährt die Erzählerin, eine namenlose Schriftstellerin, an den Straßenrand, als ein unerwarteter Anruf sie erreicht. Am Apparat ist ein gefeierter… Leila Slimani: Trag das Feuer weiter Aus dem Französischen von Amelie Thoma. Mia, erfolgreiche Schriftstellerin in Paris, kämpft mit "brain fog", einem Gehirnnebel, der ihre Erinnerungen und ihre Arbeit beeinträchtigt.…