Aus dem Englischen von Anke Caroline Burger. John Segovia, Amerikaner in Peru, ist ein liebenswerter Freund, ein überschwänglicher Liebhaber und ein leidenschaftlicher Historiker: Seine Faszination gilt der grausamen Geschichte der Inkas und Konquistadoren, seine Besessenheit aber der Suche nach dem unbekannten Mörder seiner geliebten Frau Pilar, die eines Abends vom Nachtmarkt nicht mehr zurückgekehrt ist. Zerrissen zwischen dem Wunsch nach Rache, schmerzhaften Erinnerungen und dem Alltag mit seiner kleinen Tochter Mariángel, wandert John durch die pulsierende Stadt Piura. Auf seinem Weg zurück ins Leben helfen John sein trockener Humor, sein buntgemischter Freundeskreis und eine neue Liebe.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 25.07.2014
Die ersten hundert Seiten von Roy Keseys Roman "Pacazo" haben Jakob Strobel y Serra erst einmal imponiert. Der amerikanische Historiker John Segovia reist durch Peru, erforscht die spanische Conquista, heiratet eine seiner Studentinnen, die dann in der Wüste brutal ermordet wird, fasst der Rezensent zusammen. Segovia klammert sich verzweifelt am Alltag fest, an lauter Banalitäten, und kehrt immer wieder an den Ort des Verbrechens zurück, um nach Spuren zu suchen. Nur entwickelt Kesey daraus auf den nächsten fünfhundert Seiten weder Handlung noch Spannung, kein Seelendrama, keine Verschwörung oder sonst irgendetwas, was das weiterlesen gelohnt hätte, bedauert Strobel y Serra. Die stellenweise brillante Collagetechnik mag anfangs darüber hinwegtrösten, bald jedoch nicht mehr, so der Rezensent, der auch zunnehmend genervt vom "sparsamen Koloritkonfetti" fragt, was der Autor sich wohl dabei gedacht haben könnte.
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