Mit 10 Abbildungen und 3 Karten. Im Frühjahr 1519 landeten spanische Eroberer unter Führung von Hernán Cortés in Mexiko und unterwarfen in nur zwei Jahren das mächtige Reich der Azteken. Bald gerieten weite Teile Amerikas unter spanische Herrschaft. Vitus Huber geht dem Rätsel nach, wie das so schnell und ohne königliche Truppen geschehen konnte, und wirft einen neuen, frischen Blick auf die Konquistadoren. Er beschreibt anschaulich, wer sie waren, wie sie lebten, wie ihre Beutegemeinschaften funktionierten, und erklärt, warum aus einer chaotischen Eroberungsphase langfristige koloniale Herrschaft hervorgehen konnte.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 28.09.2019
Mit großem Interesse hat Rezensent Ulf von Rauchhaupt zwei Bücher gelesen, die sich mit der Conquista befassen und für die er gleichermaßen Leseempfehlungen ausspricht: Vitus Hubers "Die Konquistadoren", das die Eroberung Südamerikas in den Blick nimmt, und Stefan Rinkes "Conquistadoren und Azteken", das sich auf die Eroberung des Aztekenreichs konzentriert. Hubers Buch ist vor allem geeignet als gut lesbare, "wunderbar klar gehaltene" Einführung in die Conquista in Mittel- und Südamerika, erklärt Rauchhaupt. Ihm wird hier eindrücklich vor Augen gehalten, dass die Conquista eigentlich ein wirtschaftliches Unternehmen war: Adlige Söhne ohne Aussichten zu Hause versuchten sich hier den erwünschten Reichtum zusammenzurauben. Die Krone hatte zwar ihren Segen gegeben, war an der Durchführung nicht beteiligt, so der Rezensent, der sich offensichtlich gut unterrichtet fühlt.
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