Rudi Dutschke

Die Stimme der Revolution

Rudi Dutschke in zwölf Originalaufnahmen. 6 CDs
Cover: Die Stimme der Revolution
Ousia Lesekreis Verlag, Seedorf 2021
ISBN 9783944570648
CD, 128 Seiten, 35,90 EUR

Klappentext

5 CDs plus 1 mp3-CD mit insgesamt 700 Minuten Laufzeit. Eine Box mit sechs CDs lässt "Rudi Dutschke - Die Stimme der Revolution" wieder erklingen. Die Bandbreite der Beiträge ist groß: Von dem ersten Radio-Interview mit Dutschke im Dezember 1966 bis zu einer Diskussion über DDR und Sowjetunion nur einen Monat vor seinem viel zu frühen Tod an Heilig Abend 1979. Bekanntes wie die Rede auf dem Vietnamkongress findet sich auf den CDs aber auch vieles, was lange Jahre in den Archiven der Rundfunkanstalten verstaubte. So ein Interview mit Hörerfragen aus dem Jahr 1976. Oder die kämpferisch-emotionale Rede bei der Beerdigung von Dutschkes Freund und Genossen Ernst Bloch im Jahr 1977.

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Rundschau, 19.08.2021

Rezensent Artur Becker lauscht den 700 Minuten Dutschke mit Spannung. Dutschkes FU-Diskussion mit Marcuse, seine Reden an der TU Berlin und am Grab von Ernst Bloch vermitteln Becker die Revolutions-Besessenheit des Mannes, sein prophetisches Potenzial und führen ein in seine Metaphorologie. Die Einführungen und Glossare in den Booklets leiten den Hörer an, eröffnen rhetorische, historische und politische Kontexte, ohne Dutschke bloßzustellen, freut sich Becker. Dutschkes Freiheits- und Menschenliebe und sein Optimismus gehen Becker ins Ohr.

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 19.07.2021

Rezensentin Irene Bazinger versteht Bahnhof, wenn Rudi Dutschke spricht. Daran ändert auch die Aufmachung der CD-Box mit Glossar und begleitenden Texten von Gretchen Dutschke wenig. Allzu fern erscheinen ihr die Originalaufnahmen aus den Radioarchiven, einige davon Erstveröffentlichungen, allzu fern vor allem Dutschkes Beschwörungen des antiimperialistischen Kampfes, die ihr wie "Honecker auf Speed" in den Ohren klingen, floskel- wenngleich rauschhaft. Der Zauber des Augenblicks, er kann die Rezensentin leider nicht ergreifen.
Lesen Sie die Rezension bei buecher.de