Es ist schwieriger geworden zu erziehen; problematischer, Ordnung und Ruhe zu halten, und es ist zumindest fragwürdig, ob Strenge oder der vielfach verbreitete erzieherische Schmusekurs ausreichen. Das alles sind geläufige Klagen oder Feststellungen, und gewiß sind sie nicht neu. Was aber kann geschehen? Dreikurs bietet praktikable Modelle für den erzieherischen Umgang mit Kindern, vor allem mit solchen, die Lehrern und Erziehern tagtäglich begegnen: demotivierte, vernachlässigte, aber auch durch Verwöhnung überforderte Kinder.
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 03.08.2004
Bei Problemen mit Schülern im Klassenzimmer- "am besten erst mal Rudolf Dreikurs lesen", rät die offensichtlich bewundernde Rezensentin Kathrin Kommerell. Der "Klassiker" und das "beste Buch" des 1972 verstorbenen Autors biete "handfeste Beispiele aus der Praxis für die Praxis", ohne dabei die theoretischen Grundlagen aus den Augen zu verlieren. Mit 64 Beispielen erkläre Dreikurs wie Lehrkräfte mit schwierigen Schulkindern erfolgreich umgehen können. Die Neuauflage des "bewährten Standardbuches" sieht die Rezensentin "als pädagogisch-psychologische Reaktion" auf die Pisa-Studie. Aber hier wird anders als bislang nicht auf Strukturreformen in der Bildung gesetzt, sondern basierend auf der Individualpsychologie Alfred Adlers, steht das Verhalten des Schülers im Mittelpunkt, denn Verhaltensauffälligkeiten und -störungen reduzieren tagtäglich das Leistungsniveau. Genau deshalb urteilt die Rezensentin abschließend: "Dreikurs ist die Antwort auf Pisa."
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