Rudolf Schröck

Das Doppelleben des Charles A. Lindbergh

Der berühmteste Flugpionier aller Zeiten - seine wahre Geschichte
Cover: Das Doppelleben des Charles A. Lindbergh
Wilhelm Heyne Verlag, München 2005
ISBN 9783453120105
Gebunden, 368 Seiten, 19,90 EUR

Klappentext

Er hatte den Ruf eines treuen Ehemanns und vorbildlichen Vaters, galt als streng und diszipliniert. Doch was wissen wir wirklich über den legendären Piloten Charles Lindbergh, der als erster Mensch der Welt den Atlantik überquerte? Wie konnte er drei Liebesbeziehungen und sieben uneheliche Kinder jahrzehntelang vor der Welt verborgen halten? Knapp 30 Jahre nach seinem Tod wird sein Geheimnis enthüllt: Der amerikanische Nationalheld führte in Europa ein perfekt geheim gehaltenes Doppelleben.

Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 06.09.2005

Charles Lindbergh habe sich von seiner Frau Anne Morrow zwölf Kinder gewünscht, zitiert Rezensent Stefan Dornuf einen frühen Lindbergh-Biografen. Die ersten sechs seien auch tatsächlich von Morrow, weitere sieben aber erst im Jahr 2003 in Bayern entdeckt worden. Seit 1957 habe Lindbergh dort Affären mit zwei Schwestern und ihrer Freundin gehabt. Insgesamt also vier Mütter mit dreizehn Kindern, die, so der Rezensent, einen deutschen "Nachtrag" zu Lindberghs Biografie nötig machten. Der Autor stütze sich bei seiner insgesamt "gründlichen" Recherche auf die Mitarbeit von drei der deutschen Kinder. Dem anderen und bekannten Lindbergh-Problem, dessen angeblich nazifreundlicher Gesinnung, begegne der Autor mit vielen Zitaten aus Gore Vidals Buch "Amerikas Traum vom Fliegen". Vidal habe Lindbergh bereits weitgehend "entnazifiziert", so der Rezensent, und sein Nazi-Image als Missbrauch seitens der Nationalsozialisten aufgelöst, so wie Lindbergh später auch von Richard Nixon benutzt worden sei. Darüber sei seine zweite Lebensphase als "Fundamentalökologe" aber mehr oder weniger unbemerkt geblieben. Und eben auch die Phase der sieben deutschen Kinder. Das Motiv für die deutschen Liebschaften allerdings, merkt Rezensent Dornuf kritisch an, bleibe in dieser deutschen Biografie "einigermaßen im Dunkeln".

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