Die 'Theosophie' (1904) stellt Rudolf Steiners klassische Darstellung der anthroposophischen Menschenkunde dar. Sie dokumentiert Steiners intensives Eintauchen in die theosophische Gedankenwelt Annie Besants und Charles Leadbeaters um die Jahrhundertwende und seinen Versuch einer Harmonisierung derselben mit seiner eigenen, stark vom deutschen Idealismus sowie von der Entwicklungslehre Ernst Haeckels geprägten 'Philosophie der Freiheit' von 1894. Der vorliegende Band, der die wechselvolle Textgeschichte dieses Grundwerks der Anthroposophie dokumentiert und kritisch begleitet, wird ergänzt durch die Fragment gebliebene Skizze einer anthroposophischen Sinneslehre ('Anthroposophie') aus dem Jahre 1910.
Rezensionsnotiz zu
Neue Zürcher Zeitung, 15.02.2017
David Marc Hoffmann freut sich über die textkritische Steiner-Edition des Literaturwissenschaftlers Christian Clement. Der vorliegende Band zeigt ihm anhand der "Theosophie" und der Fragment gebliebenen "Anthroposophie" Steiners, wie sich Rudolf Steiner im Verlauf der der Editionsgeschichte seiner Schriften von der Theosophischen Gesellschaft emanzipierte und seinen eigenen anthroposophischen Ansatz gewann. Clements Einleitung und Kommentar schlüsseln laut Rezensent die sprachlich metaphorische Feinarbeit Steiners auf und stellen die Darstellungsmethode sowie die Entstehungs- und Wirkungsgeschichte der Texte nachvollziehbar dar.
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