Aus dem Amerikanischen von Benjamin Schwarz. Im Alter fährt Hannah Musgrave, Farmerin in den Adirondacks, noch einmal nach Afrika. In den 60ern eine engagierte Studentin, musste sie sich später vor dem FBI verstecken und floh 1975 nach Liberia. Dort heiratete sie einen schwarzen Politiker und zog mit ihm drei Söhne groß. Als in dem korrupten Staat der Bürgerkrieg ausbrach, verwies man sie des Landes, allein. Doch nun, da sie ihr Leben rekapituliert, muss sie endlich wissen, was mit ihren Söhnen geschehen ist, die sie damals zurückgelassen hat.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 15.03.2006
Rezensent Peter Körte ist enttäuscht. Schon die Hauptfigur kommt ihm so konstruiert vor, dass es ihm schwer fällt, der Lebensgeschichte dieser "Retortenexistenz" durch diesen Roman zu folgen. Mit der Handlung selbst scheint es nicht besser zu sein. Augenscheinlich geht es dem Autor Russell Banks um die Beschreibung einer Radikalisierung in den 1960er Jahren, meint Körte. Aber so richtig gelungen erscheint ihm das nicht. Alles, was Banks Romane für Körte sonst auszeichnet, sieht er hier zur Kulisse verkommen, die Nebenfiguren gar zu Abziehbildern und Karikaturen. Nur Banks den Bedeutungspomp mal runterschraubt, entsteht für Körte plötzlich Kraft und Spannung.
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