Mit 300 meist farbigen Abbildungen. "Eine Karte der Welt, die den Utopismus auslässt, ist keines Blickes würdig", schrieb der amerikanische Architekturkritiker Lewis Mumford im Jahr 1895. Ruth Eaton verfolgt in diesem Buch die Idee der idealen Stadt von der Antike über die Renaissance, das Zeitalter der Kolonialisierung, die Aufklärung, die Industrialisierung bis zu den Entwürfen des 20. Jahrhunderts. Sie zeigt, dass die Utopie der Idealstadt stets Diskussionen ausgelöst hat, die auch eine Veränderung der realen Lebensverhältnisse hervorzubringen vermochte.
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 18.02.2002
Ein recht unbescheidenes Unterfangen: Die Geschichte der Idealstädte, vor allem also der Visionen und Utopien von Philosophen, Architekten und Stadtplanern, von der Antike bis zur Gegenwart zu schreiben. Stets geht es dabei, meint Veronika Schöne in ihrer Rezension, um die "Sehnsucht nach einer heilen, einer besseren Welt". Ein Grund mehr, besonderes Augenmerk auf die "literarischen Utopien" zu legen, was Eaton folgerichtig auch tut. Wenig überraschend, dass das Werk "materialreich" geraten ist. Ihre Probleme hatte die Rezensentin allerdings mit der mangelnden Trennschärfe der Analysekategorien. Die Abgrenzung zwischen "pragmatischen Erwägungen" und utopischen Visionen bleibt ihr zu "undeutlich", der Begriff der idealen Stadt zu "verschwommen".
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