Grölen, treten und schlagen bleibt zwar Männersache. Doch wächst die Zahl rechtsextremer junger Frauen. Was bewegt sie, was wollen sie, was reizt sie an dieser männlich dominierten Szene?
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Rundschau, 11.07.2003
Zunächst stellt Andrea Rinnert erst einmal fest, dass der Anteil von Frauen in der rechtsextremen Szene zwischen zehn und dreißig Prozent liegt, mit zunehmender Tendenz. Frauen als friedfertiger und damit resistent gegen Rassismus und Gewalt zu betrachten, sei daher ein "frommer feministischer Wunsch", der "nicht nur in den Sozialwissenschaften" grassiere. Insofern bedauert sie, dass auch dieses Buch versucht zu belegen, dass der Frauenanteil in der rechtsextremen Szene mittlerweile relevante Ausmaße erreicht hat. Stattdessen stellt die Autorin einzelne Frauen exemplarisch in Interviews und Selbstporträts dar, berichtet die Rezensentin. Dabei erkläre sie rechte Frauen nur "zur gemäßigten Ausgabe rechter Männer", um den Leser anschließend zu veranlassen, sich in die jeweilige porträtierte Frau einzufühlen. So erhält er Gelegenheit, sich mit den eigenen Vorurteilen auseinander zu setzen, schreibt Rinnert, was ihr selbst offenbar entschieden zu unpolitisch ist.
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