Mit mp3, vollständig gelesen von der Autorin. "weiter leben" ist kein Holocaust-Buch, das ein weiteres Mal das Grauen der KZs vor Augen bringt. Hier wird nicht das brutale Detail geschildert, sondern es werden die Auswirkungen des Erlebten auf die Entwicklung eines Menschen beschrieben und reflektiert. Erinnerung und Bewältigung zweifacher Rechtlosigkeit - als Jüdin und als Frau - sind zentrale Anliegen dieses Buches.
Rezensionsnotiz zu
Deutschlandfunk Kultur, 29.08.2022
Rezensentin Bettina Baltschev staunt, dass Ruth Klügers Erinnerungen an eine Kindheit im Holocaust auch 30 Jahre nach ihrer Erstveröffentlichumng nichts an aufrüttelnden Eindrücklichkeit verloren haben. Gründe dafür erkennt Baltschev darin, dass die Autorin auf Pathos verzichtet, dass sie keine Opferhaltung einnimmt, sondern selbst im Rückblick auf ihre Zeit im KZ "eigensinnige Ansichten" entwickelt. Dieses reflektierende Element hat laut Baltschev zwar mit der Distanz zu tun zwischen Erlebnis und Niederschrift, doch entgeht die Autorin auf bewundernswerte Weise einer Musealisierung ihrer Erfahrungen, lobt die Rezensentin.
Eva Menasse: Alleinruhelage Nach dem Ende der Ehe steht eine Frau mit ihrem Wochenendhaus plötzlich allein da. Hier hat sie einst mit der Familie die Idylle gesucht und will nun den Neuanfang wagen.… Heinz Strunk: Memories of Heidelberg Heidelberg im Frühling! Bertram und Isolde, ein in die Jahre gekommenes Paar aus Oldenburg, möchten sich in der romantischen Kurpfalz mal einen richtig schönen Kurzurlaub… Tony Tulathimutte: Fiasko Aus dem Amerikanischen von Stefanie Jacobs, Stefanie Ochel und Jan Schönherr. Ein erklärter Feminist fällt ins Wurmloch der Incel-Szene. Eine Frau versinkt in einer selbstzerstörerischen… Caroline Wahl: 1999 Meter über dem Meer Der Selbstfindungstrip nach Bali? Samara hat niemanden gefunden. Die hippe Agentur in Berlin-Mitte? So öde wie irgendein anderer Job. Samara weiß, was sie alles nicht mehr…