Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 10.02.2003
Wolfgang Schneider hat diese Biografie der Schwiegertochter Goethes sehr gefallen. Er lobt die Autorin dafür, dass sie das Schicksal Ottilie von Goethes, deren Leben für sich genommen wohl kaum großes Interesse erregt hätte, durch ein "beeindruckendes Zeitpanorama" und die "plastische" Darstellung einer Familiengeschichte erweitert hat. In der Beschreibung der Ehe, die Ottilie mit dem schwermütigen Sohn Goethes eingegangen war, verteilt Rahmeyer die "Sympathien gerecht", stellt der Rezensent mit Befriedigung fest. Die Autorin sieht die Triebfeder in Ottilies Leben in der "verzweifelten Suche nach Liebesglück", das sie in der Ehe mit August nicht findet, so Schneider zustimmend. Er preist diese Lebensbeschreibung als "lebendige, exemplarische Darstellung" eines Frauenlebens des 19. Jahrhunderts, und er hat das Buch auch als "Roman einer Familie" genossen, die ihren "unüberbietbaren Höhepunkt hinter sich weiß".
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